SCHWERMETALLAUSLEITUNG

(Elmar Schürr, Heilpraktiker; vom 25.01.05)

Belastungen durch Schwermetalle sind häufig unterschätzte Krankheitsauslöser. Diskussionen zur Schädlichkeit aufgenommener Schwermetalle sind in den letzten Jahren häufiger entbrannt. Vor allem die Auseinandersetzung um die Schädlichkeit der Amalgamfüllungen erregte schon vor Jahren die Gemüter.

Für Schwermetalle im Organismus gibt es keine Halbwertszeit (das ist die Zeit, in der die Hälfte einer Substanz wieder aus dem Körper ausgeschieden ist). Sie werden vor allem in den Speicherorganen Leber, Niere, Lunge, Gehirn und hier in den Zellen abgelagert, und dort lagern sie lebenslänglich. Sie werden nur durch eine gezielte Schwermetallentgiftung und im Falle einer Schwangerschaft aus ihren Depots gelöst und aus dem Körper entfernt. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die werdende Mutter im Laufe der Schwangerschaft und während der Stillzeit ca. 60% ihrer Schwermetall- oder Quecksilberbelastung an ihr Kind weiter gibt. Für den zarten kindlichen Organismus kann die von der Mutter empfangene Schwermetallmenge eine enorme Belastung darstellen und schon bald nach der Geburt zu gesundheitlichen Problemen führen. Bei Erwachsenen kann eine Amalgamintoxikation zum Auslöser chronischer Beschwerden entwickeln.

Am Beispiel des im Amalgam enthaltenen Quecksilbers will ich das krankmachende Potenzial der Schwermetalle erläutern:


Embryo 14 Wochen alt

Ultraschall - Profilaufnahme eines 14 Wochen alten Embryos. Quecksilber kann schon beim Erwachsenen Schäden vor allem an Nieren und Zentralnervensystem hervorrufen. Wie stark muss erst die Einwirkung bei sich ausbildenden Strukturen sein! Nicht umsonst dürfen Schwangere keine Quecksilberfüllungen mehr erhalten.

Geschichtliches zu Amalgamfüllungen
Nach 1831 fand der erste Amalgamkrieg in den USA statt. Über Imigranten war Amalgam in den USA bekannt geworden. Die American-Surgery-Organisation verbot nach dem Bekanntwerden vieler gesundheitlicher Komplikationen den weiteren Einsatz von Amalgam als Zahnfüllung. Zahnärzte, die gegen dieses Verbot verstießen, verloren ihre Zulassung. Als Alternative stand Gold zur Verfügung, welches sich gerade schwächere Einkommensgruppen nicht leisten konnten. Da das Interesse an einem günstigen Füllungsmaterial groß war, vereinigten sich viele ausgeschlossene Zahnärzte in der neu gegründeten American-Dental-Assoziation, dem heute größten Verband amerikanischer Dentisten. Monetäre Interessen waren es, die einen Teil der Zahnärzte dazu bewogen, Amalgam trotz gesundheitlicher Nebenwirkungen weiter zu verarbeiten. Wie weiter unten dargestellt, ist eine Amalgamintoxikation als Krankheitsursache nicht offensichtlich.

Doch auch in Deutschland wurden kritische Stimmen zum Amalgam laut. Mit dem Urteil des Bundessozialgerichts vom 8.9.1993 (Az.: 14a RKa 7/92) wurde eine Gefährdung durch Amalgam höchstrichterlich anerkannt. Dieses Urteil erweckt den Eindruck, dass erst in der jüngeren Vergangenheit kritische Stimmen zu dieser Problematik laut geworden sind. Das täuscht, sind doch schon in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Schädigungen durch Quecksilberamalgam in den Focus der Wissenschaft geraten. Fleischmann (Charité, Berlin) hatte schon 1928 vor schädigenden Wirkungen des Amalgams gewarnt: 

"....... zu wenn auch nicht lebensbedrohenden, so doch die Frische und Arbeitsfähigkeit namentlich geistiger Arbeiter, stark beeinträchtigenden Erscheinungen führen kann......" Fleischmann appellierte "....Edelamalgame durch anderes Material dann zu ersetzen, wenn die Industrie Gleichwertiges zur Verfügung gestellt hat."

Vorteile des Amalgams
Amalgamfüllungen bestehen zu etwa 50% aus Quecksilber, der Rest setzt sich aus Silber, Kupfer und Zinn zusammen. Amalgam lässt sich leicht legen; da es zu Beginn der Verarbeitung noch weich ist, kann es gut in den Zahn eingeformt werden. Weil es zugleich feuchtigkeitsunempfindlich ist, macht es auch nichts aus, wenn etwas Speichel vor dem Einlegen in den Zahn zurückbleibt. Amalgam liegt recht dicht am Zahn ab und dichtet diesen wegen der recht langen Haltbarkeit der Füllung sehr gut ab. Hinzu kommt, dass Amalgam reicht günstig ist.

Aktive Formen des Quecksilbers
Das Schwermetall Quecksilber bindet sich wie viele andere Metalle an Enzyme, die anschließend ihre Funktion nicht mehr erfüllen können; die Membranfunktion der Zellen leidet und der Austausch der Nahrungsstoffe und Stoffwechselprodukte der Zelle wird empfindlich gestört.

Gefährlich sind vor allem 2 Formen des Quecksilbers:


Quecksilber

 Englisch: Mercury, wie auch im Englischen der Gott Merkur bezeichnet wird. Merkur ist der Gott der Händler und der Reisenden, aber auch der Gott des Handels und des Profits.
In den amerikanischen Amalgamkriegen ging es ja um eine preiswerte Alternative zu Gold, die den Gewinn zu erhöhen versprach.
In der Astrologie ist dem Gott (Prinzip) Merkur das Element Luft zugeordnet. Quecksilber verdunstet langsam an der Luft, wird also auch über die Einatmung aufgenommen.

Aufnahme in den Körper
Amalgamfüllungen enthalten nach etwa 10Jahren nur noch 50% des in ihnen enthaltenen Quecksilbers. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass knapp 90% des durch Kauen oder Verdunstung freigesetzten Quecksilbers in den Körper aufgenommen werden. Ca. 75% der Menge verbleibt in den Lungen und etwa 30% von dieser Menge finden in der kurzen Zeit von 10 Minuten den Weg von der Lunge ins Blut. Das Immunsystem ist besonders durch die Quecksilberaufnahme beeinträchtigt. Es funktioniert über das Zusammenwirken verschiedener Abwehrzelltypen, die als T-Lymphozyten (kommen aus dem Thymus) mit den Untergruppen der T4- und T-8 Lymphozyten und B-Lymphozyten (Knochenmark; engl. bone marrow) bezeichnet werden. Die T-4-Zellen sind Helferzellen für die B-Lymphozyten zur Erfüllung der immunologischen Prozesse wichtig, die T-8 Zellen verhindern den Angriff der B-Lymphozyten auf gesundes Körpergewebe. Eine durch Schwermetalle ausgelöste Veränderung des Verhältnisses der einzelnen Abwehrzellen zueinander kann das Immunsystem in seiner Funktion empfindlich stören. Eine Folge kann die Auslösung von Autoimmunprozessen sein.
Umgekehrt kann eine Entfernung der Amalgamplomben einen positiven Einfluss auf die Anzahl der Abwehrzellen haben. Nach Literaturangaben steigt die Anzahl der T-Lymphozyten im Bereich um die 30% -sinkt allerdings auch wieder, wenn den Versuchspersonen erneut Quecksilberfüllungen gelegt wurden, aber steigt nach nochmaliger Entfernung wieder an.
Diese Metallgifte werden in den Organismus eingelagert, wie das damalige Bundesgesundheitsamt 1992 in einem Sonderdruck bestätigte.

Die Verursachung vieler chronischer Erkrankungen durch eine Quecksilbervergiftung wird -immer noch- von vielen (Zahn)Medizinern negiert. Die Gründe hierfür sind insbesondere:

 


Veränderung einer Abwehrzelle

Ein Lymphozyt (Abwehrzelle im Blut) hat sich aufgrund einer infektiösen Erkrankung verändert (rechts im Bild mit gewellter Umrandung). Schwermetallbelastung kann zu Zinkdefizit und einem gestörten Eiweißstoffwechsel führen. Für die Herstellung von Immunzellen benötigt der Körper viel Eiweiß.


Einzelner Lymphozyt

Rasterelekronenmikroskopaufnahme

Einfluss auf das Darmmilieu
Quecksilber zählt neben Palladium zu den stärksten Giften. Im 18. Jahrhundert wurde Quecksilber z.B. als "natürliches Antibiotikum" in der Behandlung von Infektions- und Geschlechtskrankheiten eingesetzt, es besitzt eine Keim abtötende Wirkung. Nicht selten erlitten die behandelten Personen eine Quecksilbervergiftung.

Im Darm eines neugeborenen Kindes befinden sich keine Darmbakterien. Seine Darmflora baut sich erst über Muttermilch, Nahrung, pä- und probiotische Mikroorganismen und natürlich über Faktoren aus der Umwelt auf. Der gesunde menschliche Darm enthält etwa die 10-mal so viel Keime wie Körperzellen (ca. 70 Billionen). Im Darm sitzt der überwiegende Teil des gesamten lymphatischen Gewebes (80%), weswegen das Organ Darm der wichtigste Teil eines funktionierenden Immunsystems ist. Störungen der Keim-Besiedlung des Darmes haben damit auch Einflüsse auf immunologische Prozesse.
Die Besiedelung der einzelnen Abschnitte des Verdauungstraktes ist sowohl von der Anzahl wie auch vom Typus ganz verschieden:

Besiedelung des Darmes

Ort

Anzahl der Keime pro ml

u.a. vorhandene Vertreter

Magen

bis zu 105 Bakterien

Helicobakter pylori

erster Dünndarmabschnitt

103 bis 104

Streptokokken und Laktobazillen

Ende des Dünndarms

108 bis 109

Laktobazillen, Streptokokken

Dickdarm

1011 bis 1012

über 400 verschiedene Arten

Da zwischen Dünndarm und Dickdarm ein unterschiedlicher pH-Wert herrscht und auch die Keimbesiedelung verschieden ist, sid die beiden Darmabschnitte durch die Ileozökalklappe voneinander getrennt. Bei korrekter Funktionsweise hilft sie dabei, das physiologische Darmmilieu aufrecht zu erhalten.

Nicht alle Darmkeime sind für den Menschen nützlich. Gewisse Keime sind ab einer bestimmten Konzentration immer krankheitsverursachend, andere sind positiv, aber können pathogen wirken, wenn sie in unphysiologisch hoher Zahl im Darm anwesend sind, wieder andere Darmbakterien sind neutral oder wirken für den Aufbau einer gesunden Darmflora fördernd. Das Ökosystem Darm ist sehr sensibel und reagiert auf verschiedenste Faktoren wie


Helicobacter pylori

Als Hauptverursacher von Geschwüren des Magens und Darms betrachtet. Die in der Therapie gerne eingesezten Antibiotika, die gegen das Leben dieses Keims gerichtet sind (= Antibiotika), können allerdings auch die guten Keime im Darm dezimieren....


Echerichia coli

Der als einfach E.coli bezeichnete Keim ist ein natürliches Darmbakterium, welches unter anderem bei der Aufspaltung bestimmter Zuckerstoffe seinen Teildazu beiträgt. Jede einzelne Bakterium ist länglich geformt. Bei übermäßiger Vermehrung und Besiedlung bestimmter Organe kann es zu Krankheitssymptomen kommen.
Der pH-Wert des Darms hat für die Qualität und Anzahl der Keime eine Schlüsselstellung inne. Aber auch viele Antibiotika verändern die natürliche Zusammensetzung der Keime im Darm, indem sie gute Keime abtöten.

Ablagerungen im Gehirn
Quecksilber kann wie die vielen anderen Schwermetalle auch die Blut-Hirn-Schranke durchdringen. Diese Barriere zwischen Blut und Gehirnsubstanz soll den Weg für toxische Stoffe in die Nervenzellen blockieren. Aufgrund entzündlicher Prozesse, Bakterientoxinen, Tumoren, einem Sauerstoffmangel oder Hirninfarkte kann die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke leiden. In einer antibiotischen Therapie des Gehirns muss z.B. die Penetrationsfähigkeit des Antibiotikums durch die Blut-Liquor-Schranke beachtet werden. Schwermetalle können diese Hemmschwelle ohne Probleme überwinden und Nervenzellen schädigen. Sind Schwermetalle erst einmal im Gehirn angekommen, gehen sie nicht von selbst wieder hinaus; sie müssen gezielt ausgeleitet werden. In der Folge einer andauernden Quecksilberbelastung treten natürlich verschiedenste Störungen im Gehirn auf.

Schädigung ist anerkannt - oder doch nicht?
Obwohl die Schädigungsmechanismen und Auswirkungen der Quecksilberformen auf Zellen und Organismus nachvollziehbar sind, ist die amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) immer noch der Meinung, dass über Quecksilber keine negative Auswirkungen auf den Patenten entstehen bzw. durch einer Entfernung des Metalls ein positiver Einfluss auf das Krankheitsgeschehen ausgeübt wird.
In Deutschland wurden Quecksilberfüllungen vom damaligen Gesundheitsamt 1992 nur noch für Backenzähne zugelassen. Gleichzeitig wurde ein Verbot für Gamma-2-haltiger Amalgame wegen einer stärkeren Quecksilberfreisetzung ausgesprochen. 1995 wurde dieses Verbot wieder aufgehoben. Allerdings hat die deutsche Regierung keinerlei wissenschaftlichen Beweise für diese Entscheidung präsentiert. Jedoch lässt das Verbot, Amalgamfüllungen bei Schwangeren oder Kleinkindern zu legen, Raum für Spekulationen. Nicht wenige Stimmen interpretier(t)en die Leugnung wissenschaftlicher Erkenntnisse als eine rein politische Entscheidung, könnten die deutschen Krankenkassen und das deutsche Gesundheitssystem die Kostenlawine nicht verkraften, wenn sich jeder Bundesbürger gesundheitsschädigende Amalgamfüllungen entfernen ließe. Die Kosten werden auf etwa 75 Milliarden € geschätzt!

Ebenso sollte die Entscheidung der Degussa, auf eine weitere Produktion von Amalgamfüllungen zu verzichten, nachdenklich machen. Die Firma Degussa hatte sichzu dieser Entscheidung durchgerungen, nachdem sie in den Jahren 1993 bis 1996 bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt eine große Anzahl von Strafanzeigen eingegangen war. 1996 kam es zu einer Einigung zwischen Degussa und der Staatsanwaltschaft, das Verfahren wurde gegen eine Zahlung von etwa 1,4 MIO DM eingestellt. Immerhin entfielen auf diese Produktionssparte etwa 50% des Umsatzes! 1994 vollzogen die Firmen Heraeus und Procter & Gamble den gleichen Schritt.
Die amerikanischen und kanandischen Zahnärzteverbände behaupteten, dass die Menge des aus Zahnfüllungen freigesetzten Quecksilbers verglichen mit der aus der Nahrung -z.B. Quecksilber aus Thunfisch- aufgenommenen sehr gering sei. Daraufhin veranlasste die Weltgesundheitsorganisation eine Auswertung der wissenschaftlichen Daten. Dabei stellte sich heraus, dass die durchschnittlich über Dentalfüllungen aufgenommene Quecksilbermenge (einerseits durch Abrieb beim Kauen, andererseits durch Verdampfen) im Bereich von 3-17 Mikrogramm täglich beträgt, die über die Nahrung und Umwelt aufgenommene Menge jedoch nur bei 2,6 Mikrogramm pro Tag. Die in die Analyse einbezogenen Quellen umfassten außer Fisch und Meeresfrüchte auch noch andere Nahrungsmittel sowie Luft und Wasser. Eine weitere Erkenntnis war die Feststellung, dass es keine so genannten NOEL-Werte gab. NOEL ist die Abkürzung für No-Observed-Effekt-Level (ab einem bestimmten Level treten Effekte auf) und heißt auf gut Deutsch: Egal in welcher Konzentration es im Körper vorkommt, es wirkt immer schädigend.
1999 wurde die Klage eines Betroffenen vom Bundessozialgericht in Kassel wegen wissenschaftlich nichterwiesener Schädlichkeit des Amalgams abgeschmettert. Der Kläger hatte seine Krankenkasse auf Kostenerstattung für die Amalgamentfernung und Amalgamentgiftung verklagt.

Zahnfüllung aus Amalgam
Amalgam hat als Material für Zahnfüllungen unbestrittene Vorteile. Es lässt sich sehr gut verarbeiten und schließt dicht ab. Allerdings verdampft das darin enthaltene Quecksilber langsam. Über die die von Amalgam ausgelösten Schädigungen streiten sich die Gelehrten. Komisch: Im Mund ist es nach Ansicht vieler (auch Zahnärzte) ungiftig, außerhalb des Mundes muss es als giftiges Schwermetall entsorgt werden!?! Ach ja, Schwangere dürfen es gar nicht gelegt bekommen. Warum wohl?

Andere Schwermetalle wirken ebenfalls schädlich
Auch Cadmium und Blei bilden mit Enzymen unlösliche Verbindungen, d.h. sie verdrängen die metallischen Bestandteile von Enzymen, wie z.B. Zink, Kupfer, Eisen, Mangan aus ihren Bindungen und diese so veränderten Enzyme können ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen. Die Folgen: schädliche Stoffwechselprodukte häufen sich an und es kommt zu Zellschäden.

Folgende Schwermetalle werden als Gehirngifte eingestuft:

Diese Erkrankungen werden mit einer Schwermetallbelastung in Zusammenhang gebracht: Lernstörungen, Autismus, Depressionen, Legasthenie, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Hyperaktivität, Neurodermitis, Morbus Alzheimer, Multiple Sklerose u.a.m..

Interessanterweise stößt man als Therapeut bei der Suche nach den Ursachen für eine der o.g. Erkrankungen immer wieder auf eine Schwermetallbelastung als einen der möglichen Krankheitsauslöser. Besonders Mütter von Kindern mit ADS/ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom / Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hyperaktivität; diese Kinder erhalten oft die Substanz "Methylphenidat" auch bekannt als "Ritalin®") bestätigen, in der Vergangenheit viele Amalgamfüllungen erhalten und ersetzt bekommen zu haben.

Meist wurde auf Vorsichtsmaßnahmen, um eine übermäßige Aufnahme des Amalgams während der zahnärztlichen Behandlung zu verhindern, verzichtet. So gelangte durch Schlucken von Bohrstaub noch zusätzliches Amalgam in den Körper. Die werdende Mutter gibt über die Hälfte ihrer Quecksilberbelastung an das Kind ab. Besitzt eine Mutter ca. 6-10 Amalgamfüllungen, können die Quecksilberkonzentrationen im Gehirn des Erstgeborenen die Werte eines Erwachsenen mit 7-8 Amalgamplomben aufweisen. In der Folge können sich verzögertes Wachstum mit Kleinwuchs, verzögerte Entwicklung des Nervengewebes und des Immunsystems einstellen.

Ausleitung der Metalle
Schädigende Wirkungen der Schwermetalle können minimiert werden. Dazu ist es notwendig, die deponierten Schwermetalle mit Hilfe der orthomolekularen Medizin auszuleiten. Der alleinige Einsatz homöopathischer Mittel zur Ausleitung von Schwermetallen / Amalgam reicht meiner Meinung nicht aus. Es ist möglich, mit der homöopathischen Medizin Metalle im Körper zu mobilisieren, aber die Ausscheidung ist mit homöopathischen Mitteln alleine nicht zu erreichen. Es besteht dabei sogar die Gefahr, die mobilisierten Metalle in das Gehirn zu verschieben.

Zur Ausleitung des im Organismus deponierten Quecksilbers und auch anderer Schwermetalle benötigt man Bärlauch-Tinktur zur Mobilbisierung der Metalle aus dem Gewebe, Chlorella-Alge oder Klamath-Alge, um die mobilisierten Metalle binden (einige Algenarten nehmen über die so genannten Phytochelate bis zu 30% ihres Trockengewichtes an Schwermetallen auf) und zur Ausscheidung zu bringen. Koriander-Tinktur wird benötigt, damit Metalle wieder aus dem Gehirn heraus transportiert werden können. Da die Niere als eines der ersten Organe unter der Quecksilberbelastung leidet, muss auch die Funktion der Niere gestärkt werden. Eine Ausleitung auf diesem Wege kann allerdings die Leber sehr stark belasten, weswegen ich dieses Verfahren praktisch nicht mehr praktiziere.